{"id":417,"date":"2017-06-06T13:38:13","date_gmt":"2017-06-06T11:38:13","guid":{"rendered":"http:\/\/kirche-hahn.de\/wordpress\/?page_id=417"},"modified":"2020-09-24T14:46:24","modified_gmt":"2020-09-24T13:46:24","slug":"das-patenkind","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirche-hahn.de\/wordpress\/das-patenkind\/","title":{"rendered":"Das Patenkind"},"content":{"rendered":"<h3>Unser Patenkind in Bolivien<\/h3>\n<p>Schon seit vielen Jahren hat die Kirchengemeinde \u00fcber die &#8222;Kindernothilfe&#8220; in Duisburg Patenkinder in Entwicklungsl\u00e4ndern. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir auch da helfen, wo wir nicht direkt Einfluss nehmen k\u00f6nnen, wo aber Unterst\u00fctzung dringend notwendig ist. Vor allem f\u00fcr die Kinder unseres KiGo ist das eine sch\u00f6ne Sache, denn die Kollekte aus dem Kindergottesdienst wird immer f\u00fcr das Patenkind verwendet. Manchmal schreiben die Kinder auch Briefe oder malen Bilder, die dann an das Kind geschickt werden.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben wir sehr oft ein neues Patenkind bekommen, denn die Lebensumst\u00e4nde der Familien, die ihre Kinder in Einrichtungen der Kindernothilfe schicken, sind in der Regel sehr instabil. Die Familie ziehen um, Eltern trennen sich, Kinder brechen die Schule ab, weil sie arbeiten m\u00fcssen oder die Eltern k\u00f6nnen auch einfach das Geld f\u00fcr den Bus zur Einrichtung nicht bezahlen und deshalb endet dadurch die Betreuung. F\u00fcr unsere KiGo-Kinder ist das manchmal etwas entt\u00e4uschend, aber wir tr\u00f6sten uns dann mit dem Wissen, dass unser Geld ja immer Kindern und ihren Familien zugute kommt, die es gut gebrauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Die Hahner Kirchengemeinde unterst\u00fctzt Ever Quispe Marcani<\/h4>\n<p>Auch im Sommer 2017 war das wieder der Fall. Bis dahin unterst\u00fctzte die Gemeinde Alfredo Huaranca Alan (*2008). In der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen hat die Familie aber die kleine, arme Dorfgemeinde verlassen und ist in die Stadt gezogen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3404\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3404\" class=\"wp-image-3404 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666-201x300.jpg?resize=201%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666.jpg?resize=201%2C300&amp;ssl=1 201w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666.jpg?resize=686%2C1024&amp;ssl=1 686w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666.jpg?resize=768%2C1147&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666.jpg?resize=1029%2C1536&amp;ssl=1 1029w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Ever-Quispa-M.-2020_02-e1600954977666.jpg?w=1136&amp;ssl=1 1136w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><p id=\"caption-attachment-3404\" class=\"wp-caption-text\">Ever Quispe Marcani, geb. am 2. August 2010<\/p><\/div>\n<p>Unser neues Patenkind kommt aus demselben Dorf. Er hei\u00dft <strong>Ever Quispe Marcani<\/strong>, ist am 10. August 2010 geboren und lebt mit seinen Eltern und seinen Geschwistern (2 Br\u00fcder und 2 Schwestern) in Tacobamba, einem kleinen, armen Dorf im Departamento Potos\u00ed in Bolivien. Die Eltern bauen auf ihrem Grundst\u00fcck die Lebensmittel f\u00fcr den Eigenbedarf an: Mais, Kartoffeln und Gem\u00fcse. Sie haben auch zwei K\u00fche. Wenn die Ernte gut ausf\u00e4llt, k\u00f6nnen sie in der Stadt auch etwas davon verkaufen und damit zus\u00e4tzliche Lebensmittel wie Nudeln oder Kleidung oder Schulmaterial kaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #572381;\">Tacobamba &#8211; hier ist das Leben hart<\/span><\/h4>\n<p>Tacobamba liegt auf etwa 3100 Metern H\u00f6he in einer gebirgigen und kargen Landschaft, wo es immer sehr kalt ist. Das Dorf ist eine der \u00e4rmsten Kommunen Boliviens.<br \/>\n(Wer mal auf google earth nachschauen m\u00f6chte, muss die Koordinaten eingeben: 19\u00b0 12&#8242; S, 65\u00b0 33&#8242; W). Die indigene Bev\u00f6lkerung spricht fast vollst\u00e4ndig Quechua, eine der indigenen Sprachen des Landes. Spanisch, die Amtssprache, lernen sie nur w\u00e4hrend der (meistens sehr wenigen) Schuljahre kennen. Auch die Lebensweise ist noch sehr traditionell. Das bedeutet, das ein sehr guter Zusammenhalt in den D\u00f6rfern besteht.<br \/>\nAber auch die Armut ist gro\u00df &#8211; Tacobamba gilt auch nach bolivianischem Ma\u00dfstab als arm oder extrem arm. Die Menschen dort arbeiten in der Landwirtschaft. Sie bauen unter gro\u00dfem k\u00f6rperlichem Einsatz auf den absch\u00fcssigen, kargen Feldern Getreide oder Kartoffeln f\u00fcr den Eigenbedarf an. Ausgelaugte B\u00f6den, fehlende Bew\u00e4sserung und ung\u00fcnstige Umwelteinfl\u00fcsse erschweren die landwirtschaftliche Arbeit in der Region, au\u00dferdem macht sich auch der Klimawandel negativ bemerkbar: Es gibt keine verl\u00e4sslichen Niederschl\u00e4ge mehr.<\/p>\n<p>Die medizinische Versorgung ist schlecht, die meisten Dorfbewohner sind unter- oder fehlern\u00e4hrt. Die Kinder und Jugendlichen leiden am meisten unter den schweren Lebensbedingungen, denn neben all den Schwierigkeiten ist auch die Schulausbildung nicht ausreichend. Die meisten Schulen sind in einem erb\u00e4rmlichen Zustand, oft ohne Sanit\u00e4ranlagen, und reichen nur bis zur vierten oder f\u00fcnften Klasse. Das Lehrpersonal ist schlecht ausgebildet und in der Regel \u00fcberfordert und frustriert. Zudem sind die Schulwege f\u00fcr die Kinder lang, und zu Hause fehlt die Hilfe, die die Kinder ihren Familien auch durch ihre Mitarbeit geben. Viele Familien schicken ihre Kinder daher nicht oder nur unregelm\u00e4\u00dfig zur Schule.<\/p>\n<p>Auch die Wohnsituation der Meisten ist arm. Die Menschen leben in Unterk\u00fcnften aus Lehmziegeln mit Bretterd\u00e4chern, die mit Lehm und Stroh abgedichtet werden. Der Fu\u00dfboden ist aus gestampfter Erde. Die einfachen H\u00e4uschen bestehen in der Regel aus zwei R\u00e4umen &#8211; einem Schlafzimmer und einem Wohn- und Lagerraum, in dem auch gekocht wird. Weniger als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung hat Zugang zu Trinkwasser und Elektrizit\u00e4t. Auch Gewalt in den Familien ist ein Problem, oft ausgel\u00f6st durch die schwierigen Lebensumst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Viele junge Erwachsene wandern daher in die St\u00e4dte ab in der Hoffnung, dort eine Arbeit zu finden.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #572381;\">Das Projekt unterst\u00fctzt die ganze Familie<\/span><\/h4>\n<p>Das Projekt, in das unser Patenkind Ever geht und das von der Kindernothilfe unterst\u00fctzt wird, versucht, an diesen schwierigen Umst\u00e4nden anzusetzen und Verbesserung zu bewirken. Die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Erziehungsberechtigten sollen Unterst\u00fctzung bekommen beim Einfordern ihrer grundlegenden Rechte: Recht auf Bildung, auf \u00dcberleben und Schutz. Zudem werden die Familien dabei unterst\u00fctzt, f\u00fcr ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen zu k\u00f6nnen, indem sie etwa in Produktionstechniken und Vermarktung geschult werden. Die Verantwortlichen f\u00fcr die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen sollen f\u00fcr die Schwierigkeiten sensibilisiert werden. Auch die Lehrkr\u00e4fte sollen besser ausgebildet und auf die Anforderungen in dieser besonderen Lage vorbereitet werden, so dass sie einen Unterricht durchf\u00fchren k\u00f6nnen, der die Kinderrechte respektiert und Menschenrechtsbildung vermittelt. Die Nicht-Regierungs-Organisation, die das Projekt tr\u00e4gt, arbeitet so mit den Familien, den politisch Verantwortlichen und mit den Schulbeh\u00f6rden zusammen.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #572381;\">Ever &#8211; ein fr\u00f6hliches Kind<\/span><\/h4>\n<p>\u00dcber Ever wird uns durch die Kindernothilfe folgende Information gegeben:<\/p>\n<blockquote>\n<div id=\"attachment_2823\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2823\" class=\"wp-image-2823 size-medium\" title=\"Er zeigt das Bild, das er f\u00fcr seine Paten gemalt hat.\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Patenkind-KNH-2019-2-Ever-Quispe-M.-e1570886895347-200x300.jpg?resize=200%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Patenkind-KNH-2019-2-Ever-Quispe-M.-e1570886895347.jpg?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Patenkind-KNH-2019-2-Ever-Quispe-M.-e1570886895347.jpg?resize=768%2C1153&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Patenkind-KNH-2019-2-Ever-Quispe-M.-e1570886895347.jpg?resize=682%2C1024&amp;ssl=1 682w, https:\/\/i0.wp.com\/kirche-hahn.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Patenkind-KNH-2019-2-Ever-Quispe-M.-e1570886895347.jpg?w=1180&amp;ssl=1 1180w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-2823\" class=\"wp-caption-text\">Ever auf dem Schulhof in seinem Dorf<\/p><\/div>\n<p>Er ist ein aktives Kind, das morgens immer fr\u00fch aufsteht, um in der <span style=\"font-size: 0.95em;\">Landwirtschaft mitzuhelfen. Er gr\u00e4bt Kartoffeln aus und schneidet den Weizen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 0.95em;\">und den Mais. Sein Lieblingsessen ist Maissuppe mit Weizen. Danach w\u00e4scht er sich und macht sich auf den Weg zur Schule, die sich in der N\u00e4he seines zu Hauses befindet. Er lernt gerne schreiben und lesen. Er zeichnet gerne und treibt gerne Sport. Auch spielt er gerne auf dem Fu\u00dfballplatz seiner Schule Fu\u00dfball. Mit all seinen Klassenkamerad\/innen kommt er gut aus. Nachmittags, nach dem Unterricht, geht er auf die Felder, wo er das das Pfl\u00fcgen mit den Ochsen lernt und die Schafe h\u00fctet. Dabei nutzt er die Zeit, um auch ein bisschen zu spielen.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Patenkind in Bolivien Schon seit vielen Jahren hat die Kirchengemeinde \u00fcber die &#8222;Kindernothilfe&#8220; in Duisburg Patenkinder in Entwicklungsl\u00e4ndern. 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