KiGo bedenkt „Unser tägliches Brot“ – und genießt

Was ist eigentlich gemeint, wenn wir beten „Unser tägliches Brot gib uns heute“?

 

Darüber dachten die KiGo-Kids im Oktober nach. Zuerst gab es ein paar Informationen über das Patenkind der Hahner Kirchengemeinde. Ever, 8 Jahre alt, lebt im Hochland von Bolivien, und nachdem die Kinder ein paar Fotos angesehen hatten und etwas aus dem Leben des kleinen Jungen gehört hatten, war schnell klar, dass sein Leben so ganz anders verläuft als das der Kinder hier: Ohne Strom, ohne Wasserleitung und ohne große Straße vor der Haustür, aber mit wahnsinnig viel Platz, sauberer Luft und einem großen Fluss, wo er mit seinen Geschwistern, Freunden und einigen Tieren viel Zeit verbringt. Das zu sehen und zu erfahren war schon sehr beeindrucken.

Danach überlegten die Hahner Kinder, was für sie so wichtig ist wie das tägliche Brot. Natürlich genießen sie es sehr, dass ihr Leben bequemer ist das das von Ever und dass sie viele schöne Dinge besitzen. Aber letztlich dauerte es nicht lange, bis feststand: Am wichtigsten sind die Familie, die Freundinnen und Freunde, eine intakte Natur, ausreichend Nahrung, es ist toll, dass Kinder hier täglich in die Schule gehen können und nicht schon ganz jung mitarbeiten müssen, und dass es überall Ärzte und Krankenhäuser gibt, wenn man sie braucht, ist auch sehr beruhigend.

Manchmal ist ein Handy ein Luxusgegenstand, aber wenn man Ohne Handy gar keinen Kontakt zu seiner Familie haben kann, dann wird es plötzlich auch so nötig wie das tägliche Brot.

Einig waren sich alle, dass es uns sehr gut geht hier und wir viel mehr haben als nur „tägliches Brot“. Darüber können wir uns freuen.

Nachdem so viel über Brot gesprochen wurde, gab es dann schließlich noch welches zu Essen. Stockbrot über dem Lagerfeuer, mit Obst und Gemüse. Lecker!

Ein paar Kinder schrieben noch einen kurzen Brief an das Patenkind Ever, den er hoffentlich bald erhält. Und dann war der KiGo zu Ende und alle gingen gut geräuchert vom Stockbrot-Lagerfeuer-Rauch nach Hause.